Freitag, 15. Dezember 2017

Apple iPhone 5 und Bananen in der DDR – Wo liegen die Gemeinsamkeiten?

Foto: Anstehen für das iPhone 5

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Woran erinnert das nebenstehende Foto?
Ex-DDR Bürger würden wahrscheinlich sagen: „Schlange stehen nach Bananen“. Doch das ist natürlich weit gefehlt, denn der Anblick auf dem Foto ist ganz aktuell und spielt sich nicht vor einem Obst- und Gemüseladen der Firma Konsum oder Handels-Organisation, kurz HO ab (beides Verkaufsketten der ehemaligen DDR), sondern vor einem sogenannten Apple Store. Auch handelt es sich bei Apple, englisch für Apfel, nicht um ein Obstgeschäft, sondern um ein Elektronikgeschäft mit Lifestyle Produkten.

Ist es nicht erstaunlich, wie ein angebissener Apfel heute, das gleiche Phänomen bei Menschen hervorruft, wie die in der ehemaligen DDR beliebte krumme, gelbe Südfrucht? Woran liegt es, dass Menschen bereit sind, sich in meterlangen Menschenschlangen anzustellen, tagelang im Freien zu kampieren und in kalten Nächten auszuharren, nur um in den Besitz dieser Objekte zu gelangen?

Schlange stehen für das iPhone 5

Wie bereits erwähnt, bei besagtem Apfel handelt es sich natürlich nicht um das Vitamin C reiche Obst, sondern um die Marke und das weltmarktführende Technologieunternehmen Apple und seinen Hype-Produkten iPhone, iPad, iMac und einigen weiteren. Besagter Hersteller launchte heute nämlich wieder einmal eins seiner Lifestyle-Produkte, namens iPhone 5. Während aber das Schlange stehen nach Bananen in der ehemaligen DDR sicherlich noch nachvollziehbar war, denn dabei handelt es sich ja schließlich um etwas Essbares, ist es beim Schlange stehen und Warten auf das neue iPhone 5 eher fraglich. So mancher Ex-DDR Bürger wird sich beim Anblick solcher Szenen und Menschenaufläufe sicherlich an frühere Zeiten erinnert fühlen und sich vielleicht auch ein hämisches Grinsen nicht verkneifen können. Hat man sich doch im Westteil Deutschlands früher öfter über besagte Bananenschlangen lustig gemacht. Auch nach Mauerfall und Grenzöffnung mußte sich der ein oder andere Ossi, den es berufsbedingt in den Westen verschlagen hat, leichtem Hohn und Gelächter aussetzen, wenn er sich in Gegenwart eines Westdeutschen in der Mittagspause eine Banane gönnte.

Nun dreht sich wohl der Standpunkt, denn um als einer der Ersten ein iPhone 5 in Besitz zu nehmen, sind die Apple-Jünger bereit auch mehrere Tage und Nächte im Freien vor den Apple-Stores zu verbringen und die verpöhnten Bananenschlangen wieder aufleben zu lassen. Ist ein Apple Produkt wie das iPhone 5 also für den heutigen Menschen genauso ein Luxusobjekt, wie die Banane für den DDR-Bürger?

Erstes deutsches Bananenmuseum

All denen, die sich nicht vom Apple Hype haben anstecken lassen, aber trotzdem etwas Lifestyle und vielleicht auch Nostalgie genießen möchten, kann ich als Alternative einen Besuch im Bananenmuseum empfehlen. Im ersten und einzigen deutschen Bananenmuseum in Sierksdorf an der Ostsee werden dann auch Fragen beantwortet, wie die berühmte Frage nach dem „Warum ist die Banane krumm?“. Dort geht man allen Themen rund um die gelbe Südfrucht nach, von A wie „Ausrutscher auf der Bananenschale“ bis Z wie Zwiebelbanane.

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